Warum Zugang zu Technik nicht für alle gleich ist 

Warum Zugang zu Technik nicht für alle gleich ist 

Der Weg in die MINT-Welt – und ganz besonders in die Technik – beginnt nicht erst im Unterricht oder im ersten Praktikum. Er beginnt viel früher mit der Frage: Wer bekommt überhaupt die Chance, Technik auszuprobieren? 
Tatsächlich hängt dieser Zugang stark von der Schulform ab. Gymnasien verfügen oft über besser ausgestattete Fachräume, AGs oder Wahlkurse. Jugendliche anderer Schulformen haben diese Möglichkeiten seltener – und entwickeln dadurch seltener ein technikbezogenes Selbstvertrauen. 

Auch zuhause bestehen Unterschiede: Geräte, stabiles Internet oder VR-Equipment sind kostenintensiv. Gerade Mädchen haben laut Studien häufig weniger freien Zugang zu diesen Ressourcen, weil technische Geräte oft durch männliche Familienmitglieder „verwaltet“ und eingeschränkt werden1

Wer nie eine VR-Brille ausprobieren konnte, wird kaum einen Vortrag mit VR-Modellierung vorbereiten – und sich wahrscheinlich auch selten für eine Ausbildung im Bereich VR-Entwicklung entscheiden. Begeisterung entsteht dort, wo Erlebnisse möglich sind. 


Erster Schritt: Infrastruktur schaffen 

Damit Kinder und Jugendliche Technik erleben können, braucht es niedrigschwellige Angebote. Dazu gehören: 

  1. aufsuchende Workshops – wir kommen dorthin, wo junge Menschen ohnehin sind 
  1. kostenlose Teilnahmemöglichkeiten 
  1. Workshops ohne Anmeldung – spontan reinschnuppern senkt die Hürde enorm 
  1. mehrsprachige Angebote, damit Familien unabhängig von Herkunft teilnehmen können2 

Ein Beispiel dafür sind unsere Workshops in den Kölner Stadtbibliotheken: 
Wir bringen VR-Technik an verschiedene Standorte, damit Jugendliche kostenfrei, unkompliziert und mit oder ohne Anmeldung erste Schritte im virtuellen Raum machen können. 

 
Donnerstag 27.11.25 Stadtbibliothek Nippes 16.00-18.30Uhr 
Anmeldung: Zeichnen ohne Grenzen – Stadt Köln 


Donnerstag 11.12.25 Stadtbibliothek Chorweiler 16.00-18.30 Uhr 
Anmeldung: Zeichnen ohne Grenzen – Stadt Köln 


Donnerstag 18.12.25 Stadtbibliothek Porz 16.00-18.30 Uhr 
Anmeldung: Zeichnen ohne Grenzen – Stadt Köln 


Zugang allein reicht nicht – Barrieren abbauen 

Physischer Zugang ist nur ein Baustein. Ebenso wichtig sind emotionale Faktoren. Damit Jugendliche – insbesondere Mädchen und junge Frauen – ein technikaffines Selbstbild entwickeln können, müssen sie sich im Lernumfeld wohl, sicher und willkommen fühlen. 

Was dafür entscheidend ist: 

  1. eine wertschätzende Atmosphäre 
  1. ein Gefühl von Zugehörigkeit – niemand soll das Gefühl haben, „nicht ins Bild zu passen“ 
  1. eine Umgebung frei von Stereotypen34 


Wie wir Workshops gestalten, die wirklich stärken 

In unseren Workshops achten wir darauf, Themen so zu wählen, dass sie für alle spannend sind – nicht nur für technisch bereits affine Jungen. Wir arbeiten mit einem konsequenten Growth Mindset: Fehler sind willkommen als normaler Teil des Ausprobierens und des Lernprozesses. 

Unsere Workshopleitungen sind weiblich, jung und möglichst divers56. Das schafft Identifikationsmöglichkeiten und zeigt: 
Technik gehört allen – nicht nur einer bestimmten Gruppe. 


Unser Ziel 

Wir möchten Kindern und Jugendlichen – insbesondere Mädchen und jungen Frauen – ermöglichen, Technik als Raum der Kreativität, Selbstwirksamkeit und Zukunftschancen zu erleben. 
Und wir möchten Eltern, Lehrkräfte und Tech-Unternehmen zeigen: 
Niedrigschwellige MINT-Angebote sind ein Schlüssel zur Nachwuchsförderung. 

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